Seniorenpolitische Standpunkte
20.8.2014 Bericht LAG Senioren NRW Detlef Romeike Am Samstag, den 16.8.2014 fand in der Geschäftsstelle des Kreisverbandes Herne/Wanne DER LINKEN die Mitgliederversammlung der LAG Senioren NRW statt. Schwerpunkte der Versammlung waren ein Referat über Altersarmut und Vorstandswahlen. Zu Beginn begrüßte Wilhelm Döll die Teilnehmer der Mitgliederversammlung und übernahm die Sitzungsleitung.Detlef Romeike stellte zwei Anträge, die der Tagesordnung zugefügt wurden. Er übernahm die… Weiterlesen
Die Grundsätze einer fortschrittlichen und sozialen Seniorenpolitik Weiterlesen
Zum Tag der älteren Generation gibt die LAG Senioren NRW folgende Mitteilung heraus. Der Tag der älteren Generation ist ein Aktionstag, der auf die Situation und die Belange der älteren Generation aufmerksam machen soll. In Deutschland wurde dieser Tag 1968 durch die Lebensabendbewegung (LAB) ins Leben gerufen. Seitdem wird an jedem ersten Mittwoch im April durch Aktionen und Veröffentlichungen auf die Rolle der Seniorinnen und Senioren in der Gesellschaft aufmerksam gemacht. Weiterlesen
Seniorenpolitik
Positionen und Argumentationshilfen sozialer und demokratischer Politik.
Inhalt:
- Anliegen unserer Seniorenpolitischen Eckpunkte.
- Die Seniorenpolitik muss aufgewertet werden, auch innerhalb der Partei DIE LINKE.Wessen Interessen fühlen wir uns verbunden
- Gute Gesundheitsversorgung für alle, auch im Alter Für eine hohe Qualität der Altenpflege
- Altersgerechtes Wohnen muss den individuellen Bedürfnissen gerecht werden
- Bessere Rahmenbedingungen für aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben
- Die Wirksamkeit der Seniorenpolitik entscheidet sich in den Ländern und Kommunen
- Die Seniorenarbeitsgemeinschaft ist untrennbarer Bestandteil der Partei DIE LINKE
- Finanz und Wirtschaftskrise
Den kompletten Text zu dieser Inhaltsangabe unter diesem Link:
http://lag-senioren.dielinke-nrw.de/ueber_uns/lag_senioren_nrw/
Aktuelles aus der LAG Senioren NRW
Liebe Genoss_Innen ,
letzte Woche am Samstag den 6.8.2016 ist meine Frau Nicole Romeike
gestorben, sie war u.a. auch Vorstandsmitglied der LAG Senioren NRW.
Ich übernehme, für diese Internetseite, den Nachruf auf Nicole, den die Genoss_Innen des KV Herne/Wanne online stellten:
"Tot ist nur, wer vergessen wird"
Nach schwerer Krankheit ist unsere Mitstreiterin Nicole Romeike von uns gegangen. Mit ihr verlieren wir einen Menschen, der sich trotz aller Widrigkeiten nie von seinem Glauben an eine soziale, respektvolle und akzeptierende Gesellschaft abringen ließ und sich in diesem Sinne jederzeit für seine Mitmenschen einsetzte.
Wir denken an dich.
Der Trauergottesdienst findet am Freitag, den 12.8.2016 um 9.00 Uhr in der St.-Barbara Kirche, Hofstraße 1, 44651 Herne statt.

Gute Arbeit für Menschen mit Behinderung im Alter!?
l Die Zahl schwerbehinderter Menschen steigt infolge der demografischen Alterung. Denn Schwerbehinderte sind überwiegend ältere Menschen, und zumeist ist eine im Lebensverlauf erworbene Krankheit die Ursache einer Schwerbehinderung.
l Bei Einführung der Rente mit 67 im Jahr 2012 warb der Arbeitsminister Franz Müntefering damals für altersgerechte Arbeitsplätze – bis heute muß man sie mit der Lupe suchen.
l Der besondere Kündigungsschutz für Menschen mit Behinderung, der Ihnen Beschäftigung sichern soll, stellt sich bei Bewerbungen regelmäßig als Einstellungs-Hindernis heraus.
l Barrieren auf dem deutschen Arbeitsmarkt und in den Köpfen verhindern oftmals ein Arbeiten auf Augenhöhe. Menschen mit Behinderung finden trotz hoher Qualifikationen keine Arbeit.
l Menschen mit Behinderung sind überdurchschnittlich oft und lange von Erwerbslosigkeit betroffen.
l Schwerbehinderten Arbeitslosen gelingt es seltener als nicht schwerbehinderten, eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt aufzunehmen
l Die Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderung hat zugenommen.
l Die Dauer der Arbeitslosigkeit und der Anteil der Langzeitarbeitslosen sind
bei Menschen mit Behinderung höher.
l Stärkere Rückgänge der Teilnehmerzahlen von Menschen mit Behinderung gab es bei Arbeitsgelegenheiten ( 1-€-Jobs ) und bei Eingliederungszuschüssen für besonders betroffene schwerbehinderte Menschen ( die Jobcenter „sparen“ ).
Autor: Armin Kligge
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Detlef Romeike: detlef.romeike@arcor.de
Herne, den 16.7.2016
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Vorstandssitzung: Pressemeldung
Am Freitag, den 13. Mai fand ab 11:00 Uhr im Büro der Partei DIE LINKE. Iserlohn in der Baarstraße 30 eine erweiterte Vorstandssitzung der LAG Senioren NRW statt.
Foto: Teilnehmer der Vorstandssitzung
Begrüßt wurden die Anwesenden – unter denen auch zwei parteilose Iserlohner Bürger waren – von der Sprecherin des Stadtverbandes Iserlohn, Eva Schütte und dem Sprecher des Kreisverbandes Märkischer Kreis Michael Thomas-Lienkämper sowie dem Sprecher der LAG Wilhelm Döll.
Als Einstieg wurde die Internetseite der LAG Senioren mithilfe eines Beamers durch Detlef Romeike vorgeführt.
Es folgte eine eingehende Diskussion über die Ziele der LAG Senioren und der Partei DIE LINKE im Allgemeinen.
Joachim Blei und Wilhelm Döll gaben eine Vorschau auf die Aufgaben des Bundesparteitages am 28. Und 29. Mai 2016 in Magdeburg.
Als Delegierte für den Landesparteitag wurden Joachim Blei und Detlef Romeike gewählt.
Foto: Wilhelm Döll und Armin Kligge
Armin Kligge erläuterte das Thema „älter werden mit Behinderung“ zu dem am 18.+19. Juni in Münster im Landeshaus eine Veranstaltung stattfindet.
Einer der parteilosen Gäste entschied sich, dort teilzunehmen.
Außerdem wurde der Vorschlag erörtert, für den Herbst eine Veranstaltung in
Iserlohn zum Thema Rente vorzubereiten.
Autor: Armin Kligge
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Herne, den 14.5.2016
Malochen bis zum Tode? Nein danke!
Malochen bis zum Tode? Nein danke!
Krankenschwestern, Hauptschullehrerinnen, Maurer und Gerüstbauer können nicht bis 70 und schon gar nicht darüber hinaus arbeiten. Nach 40 Jahren harter Arbeit muss man ab 60 ohne Abschläge in Rente gehen können. Die Rente erst ab 67 gehört abgeschafft und das Malochen bis zum Tode gar nicht erst eingeführt, erklärt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE zur Forderung von Finanzminister Wolfgang Schäuble, die Lebenserwartung in die Rentenformel aufzunehmen.
Birkwald weiter: Ältere werden von den Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen, deren Interessen Schäuble offenkundig vertritt, fast nicht mehr eingestellt. Die Zahl der arbeitslosen 60- bis unter 65-Jährigen hat im vergangenen Jahrzehnt um mehr als das Dreieinhalbfache zugenommen. Ihre Arbeitslosenquote lag 2014 mit 8,3 Prozent weit über der Arbeitslosenquote von 15-65jährigen (6,7 Prozent). Die durchschnittliche Arbeitslosigkeitsdauer von 55- bis 64-Jährigen ist mit 93 Wochen deutlich länger als bei allen Altersklassen (69 Wochen). Wer jetzt die Rente erst ab Sterben minus X fordert hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. Herrn Schäubles Forderung nach der einer Rente nach Lebenserwartung ist komplett fernab jeglicher Lebensrealität. Er sollte seinen Unternehmerfreunden und -freundinnen lieber Beine machen, alters- und alternsgerechte Arbeitsplätze einzurichten. Und er sollte mal Todesanzeigen lesen und lernen, wie viele Menschen keine 70 werden. Wer arm ist stirbt nämlich früher. Schäuble will den Armen noch mehr Rente klauen. Das muss verhindert werden.!
von Matthias W. Birkwald MdB
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Herne, den 10.3.2016
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Mitglied DER LINKEN KV Herne/Wanne
Vorstandsmitglied und Webadministrator der LAG Senioren NRW
Union verweigert sich allen Vorschlägen für eine armutsfeste Rente
08.03.2016 – MATTHIAS W. BIRKWALD
Anlässlich der ablehnenden Äußerungen aus der Union zur sogenannten „Lebensleistungsrente“ erklärt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE:
„CSU und CDU verweigern sich allen Vorschlägen, die gesetzliche Rente armutsfest zu machen. Für die heute Beschäftigten müsste der gesetzliche Mindestlohn 11,50 Euro und nicht 8,50 Euro betragen, um später nicht die sogenannte ‚Grundsicherung im Alter‘ beantragen zu müssen. Für ein Jahr Arbeit zum Durchschnittslohn dürfte man nicht nur 29,21 Euro Rente, sondern müsste man 32,46 Euro Rente gutgeschrieben bekommen, wenn die Rentenkürzungen der vergangenen Jahre rückgängig gemacht werden sollten. Und das sollten sie! Ostdeutsche dürfen nach 25 Jahren Einheit weder bei den Löhnen noch bei der Rente diskriminiert werden. Es muss gelten: Gleiche Rente für gleiche Lebensleistung.
Und für die von Krankheiten, Schicksalsschlägen oder einer schwierigen Erwerbsbiographie Gebeutelten gilt weiterhin: Niemand darf im Alter von weniger als 1050 Euro netto leben müssen. Darum fordert DIE LINKE eine einkommens- und vermögensgeprüfte Solidarische Mindestrente, die ihren Namen verdient! Als untere Absicherung der gesetzlichen Rente sind Mindestrenten in vielen Ländern Europas längst der Normalfall.“
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Herne, den 10.3.2016
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Mitglied DER LINKEN KV Herne/Wanne
Vorstandsmitglied und Webadministrator der LAG Senioren NRW
Keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
Zahl der geringfügig Beschäftigten über 65 Jahren deutlich gestiegen. Vielen Minijobbern werden Rechte vorenthalten
Von Claudia Wrobel |
Minijobs bieten Angestellten höchstens rudimentäre Absicherung. Sie sind vielmehr ein Beispiel dafür, wie die Bundesregierung prekäre Beschäftigung ermöglicht. Doch in den vergangenen Jahren ist die Zahl der Menschen mit einem 450-Euro-Job stark angestiegen. Besonders Personen, die älter als 65 Jahre alt sind, gehen immer öfter einer geringfügigen Beschäftigung nach. Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, sieht darin einen Beweis für zunehmende Altersarmut.
Gut eine halbe Million Menschen über 65 Jahren gingen im Jahr 2003 durchschnittlich einer geringfügigen Beschäftigung nach. Dies geht aus der Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine entsprechende Anfrage von Zimmermann hervor, die jW vorliegt. Im vergangenen Jahr waren es im Mittelwert 901.084, im März diese Jahres 903.627 Minijobber über 65. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist deren Anzahl um 2,8 Prozent gestiegen, während die Gesamtzahl der geringfügig Beschäftigten im gleichen Zeitraum um 1,4 Prozent gesunken ist. Doch auch sie bleibt auf hohem Niveau. Während im Jahr 2003 im Schnitt noch rund 5 Millionen Minijobber registriert waren, hatte sich deren Zahl bis zum vergangenen Jahr auf knapp 7,5 Millionen deutlich erhöht.
Für Zimmermann ist der Anstieg bei älteren Menschen ein Beweis für deren finanzielle Not: »Als ein deutlicher Hinweis darauf kann gelten, dass ein Schwerpunkt bei den Minijobs im Einzelhandel liegt, der nicht gerade bekannt für die angenehmsten Arbeitsbedingungen und das attraktivste Lohnniveau ist. Anstatt ihren Ruhestand zu genießen, arbeiten ältere Menschen zunehmend über die gesetzliche Altersgrenze hinaus, um der Armut zu entfliehen.« Eine Lösung ist für sie etwa die Wiederanhebung des Rentenniveaus auf mindestens 53 Prozent und ein existenzsichernder Mindestlohn. Dieser sei mit 8,50 Euro zu gering bemessen. Außerdem gebe es zu viele Ausnahmen.
Doch noch sind viele auf die prekäre Beschäftigung angewiesen, machen allerdings selten ihre wenigen Rechte geltend. Das zeigt eine Befragung von 7.500 Beschäftigten und 1.100 Betrieben, die das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Freitag veröffentlichte. Demnach berichtete rund ein Drittel der Befragten, dass ihnen bezahlter Urlaub vorenthalten werde. Sogar fast die Hälfte gab an, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu bekommen, etwa 15 Prozent haben keinen schriftlichen Arbeitsvertrag. Das liegt in den meisten Fällen nicht an Unkenntnis: Rund zwei Drittel der Befragten erwiesen sich als gut informiert.
Trotzdem ist die Reaktion des Bundesarbeitsministeriums dürftig. Zwar räumt es ein, dass »das Wissen allein nicht reicht«. Die Konsequenz aus der Studie soll aber nicht die kompromisslose Bestrafung illegal handelnder Unternehmen sein. Es kündigte lediglich eine Informationskampagne an: »Im Falle der Arbeitgeber gehört dazu auch eine Aufklärung über die rechtlichen Folgen und Sanktionen im Falle der Nichtgewährung verbriefter Rechte.«
Autor: Claudia Wrobel Junge Welt
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Herne, den 16.10.2015
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Mitglied DER LINKEN KV Herne/Wanne
Vorstandsmitglied und Webmaster der LAG Senioren NRW
Sterbehilfe - Positionen und Diskussionen
10. Oktober 2015 Podiumsdiskussion zur Sterbehilfe Kress,Ebel,Feyerabend,Birkwald,Vogler Am letzten Samstag fand im Bochumer Hotel Claudius eine von vier LAG's der Partei DIE LINKE gemeinsam organisierte Podiumsdiskussion zum Thema Sterbehilfe statt. Dabei wirkten die beiden MdB's der LINKEN Kathrin Vogler (Sprecherin für Arzneimittelpolitik und Patientenrechte) und Matthias W. Birkwald (Rentenpol. Sprecher) mit, sowie Helga Ebel, Sprecherin der BAG und LAG NRW Gesundheit und Soziales und dem Arbeitsbündnis „Kein assistierter Suizid“ und Erwin Kress, Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschlands (HVD), Landesverband NRW. Moderiert wurde die Diskussion von Erika Feyerabend (Mitglied im Beirat von OMEGA, Mit dem Sterben leben e.V.) Im Bundestag liegen vier fraktionsübergreifende Gesetzesentwürfe von Parlamentariergruppen vor. Zu Beginn stellten die Podiumsteilnehmer ihre Positionen und ihre Unterschiede voneinander vor. Kathrin Vogler unterstützt den Entwurf 18/5373, der von den Abgeordneten Brand/Griese/Terpe/Wawzyniak mitinitiiert wurde. Er sieht vor, nicht-geschäftsmäßigen, also nicht-wiederholten assistierten Suizid zu erlauben. Hier soll es auch keine unterschiedliche Behandlung (mehr) zwischen Angehörigen/Nahestenden Personen und Ärzten geben. Der geschäftsmäßige, also wiederholte Suizid, soll verboten werden. Bei dem Verbot soll es keine Rolle spielen ob geschäftsmäßig oder gewerblich, also wiederholt (im Sinne von Vereinen, die nicht primär gewinnorientiert arbeiten) oder wiederholt gegen Geld (im Sinne von gewinnorientierten Unternehmen). Matthias W. Birkwald befürwortet den Entwurf 18/5375, initiert von den Abgeordneten Künast/Sitte/Gehring. Dieser ist im Ziel der Nicht-Geschäftsmäßigen Tätigkeiten mit dem vorigen identisch, unterscheidet sich aber im geschäftsmäßigen Bereich. Hier ist eine Erlaubnis unter Auflagen vorgesehen. Geschäftsmäßiger Betrieb soll kontrolliert und reguliert werden. Zu den Auflagen soll z.B. eine genaue Beratung und Dokumentation gehören. Mit diesem bundesweiten Gesetz werden alle Ärzte fähig, assistierten Suizid durchführen zu können, da es die aktuellen Verbote einiger Landesärztekammern brechen würde. Es würde aber auch keinen Arzt verpflichten. Sterbehilfevereine dürfen also unter gleichen Auflagen weiter agieren. Er betont auch, dass Krankenhäuser nicht profitorientiert arbeiten sollten, wie es die CDU (Gröhe) will, sondern sie sollen nicht-private Daseinsvorsorge sein. Marktwirtschaft sollte hier nicht im Vordergrund stehen. Zudem wünscht er sich gesellschaftliche Verhältnisse, in dem Suizide langfristig sinken, da die Renten-/Pflege-/Palliativ-Bedingungen insgesamt so gut sind, dass der Mensch sich freiwillig gegen Suizid entscheidet. Helga Ebel begründet, warum sie keinen der vier Entwürfe befürwortet: 1. Sie vermutet, das Kosten, z.B. Pflegekosten ein Grund für die Legalisierung von assistierten Suizid sein könnten. 2. Befürworter, die die liberale Auffassung hochhalten widersprechen sich, da bei einem assistierten Suizid immer Andere mit entscheiden. Ein Schwerstkranker soll Hilfe bekommen, ein Lebensmüder jedoch nicht, was iher Meinung nicht logisch erscheint. 3. Der Wert, der einem Menschenleben gilt und auch grundgesetzlich verankert ist, sollte auch am Ende des Lebens noch gelten. Menschen sind gesellschaftliche und soziale Wesen. Grundsätzlich ist sie dafür, das die Gesetzeslage bleibt wie sie ist, sympathisiert aber mit dem Gesetzesentwurf 18/5376 von Sensburg/Dörflinger, der Verbote in allen Bereichen vorsieht, allerdings in extremen Einzelfällen auch Straffreiheit ermöglicht. Auch Erwin Kress erläutert die eigene Position des HVD zum Thema. Er betont die Autonomie des Patienten, am Lebensende darf/muss er selbst bestimmen können ob und wie er sterben möchte (möglichst unter Berücksichtigung seiner sozialen Situation). Nach seiner Meinung besteht nicht die Notwendigkeit, den aktuellen Stand zu liberalisieren, denn Deutschland hat bereits den liberalsten Stand in Europa, mit Verweis auf die Gründung einiger deutscher Ableger diverser Sterbehilfevereine aus der Schweiz. Nach jetziger Rechtslage ist geschäftsmäßiger assistierter Suizid nicht verboten. 3/4 der Menschen im Land wollen, das ihnen im Ernstfall jemand hilft. Wenn man alte bzw. kranke Menschen schützen will, muss man Vereine entsprechend regulieren, z.B. durch mehrmaliges genaues Hinsehen zum Patienten. Möglichkeiten gäbe es genug. Dazu muss man die Vereine nicht verbieten. Insbesondere an dem von Kathrin Vogler unterstützen Entwurf kritisiert er die fehlende Beratungsmöglichkeit. Maximal möglich wäre, dem Patienten zu empfehlen die Palliativ aufzusuchen, die immerhin 2% aller Patienten erhalten, oder in die Psychatrie zu gehen weil man depressiv ist. Unvoreingenommene Beratung auf Augenhöhe wird es mit diesem Gesetz nicht mehr geben können. Nebenbei erwähnt wäre ein Sterbehilfeverbot, welches durch kirchlichen Druck entsteht, da das Leben ein „Geschenk Gottes und daher schützenswert“ sei, in seinen Augen nichts anderes als ein „Scharia-Gesetz“. Anschließend wurde das Publikum in die Diskussion einbezogen, was auch durch viele interessierte Fragen und Beiträge in Anspruch genommen wurde. Die Abstimmung über die Entwürfe findet am 6. November im Bundestag statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von den LAG's Selbstbestimmte Behindertenpolitik, Senioren, Gesundheit/Soziales und Laizismus. Facebook-Link zur Veranstaltung Autor: Francesco Müller(frmu10@freenet.de) Sollten Sie Fragen zu diesem Artikel oder der LAG Senioren NRW Wilhelm Döll: wildoell@t-online.de Detlef Romeike: detlef.romeike@arcor.de
Herne, den 16.10.2015 Bearbeitet von Detlef Romeike
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Besuch der Deutschen Gesellschaft für Gerontotechnik
Am 2.9.2015 besuchte eine Gruppe ( MdB Matthias Birkwald, Mitglieder des LINKEN KV Märkischer Kreis und der Landesarbeitsgemeinschaft Senioren NRW ), die Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik.
Foto: von links ( 1. Reihe ) Harald Krummel ( Referent der Geschäftsleitung Gerontotech ), Armin Kligge ( LAG Senioren ), Mitglieder des KV Märkischer Kreis, und in der hinteren Reihe Wilhelm Döll ( LAG Senioren ).
Wir wurden von Harald Krummel, einem Referenten der Geschäftsleitung der Gerontotechnik empfangen. In der Cafeteria gab es, bei Kaffee und Erfrischungsgetränken, eine Präsentation über die Deutsche Gesellschaft für Gerontotech.
Harald Krummel ( Referent der Geschäftsleitung ) informierte uns darüber dass die Gerontotech vor 22 Jahren im Rahmen eines Förderprojekts des NRW-Wirtschaftsministeriums entstand.

Foto: in der Bildmitte Harald Krummel, Referent der Geschäftsleitung Gerontotech, erklärt Detaillösungen bei einer Duschkabine
Die Bereiche in denen Gerontotech tätig ist sind:
- Arbeit am Produkt: Entwicklung, Erprobung, Optimierung, Zertifizierung )
- Öffentlichkeitsarbeit: Dauerausstellung, Musterhaus, Messen, Katalog, Internetangebote )
- Marktforschung: ( Studien, Marktanalysen, Panelbefragungen, Prognosen )
- Qualifizierung: Architekten, Fachhandwerk, Fachhandel, Multiplikatoren )
Bei der Panelbefragung arbeitet Gerontotech mit 950 Senioren zusammen.
Bei der Arbeit an Projekten werden die Nutzer einbezogen.
Neben der Dauerausstellung und Musterhäusern ist Gerobtotech auch auf Seniorenmessen vertreten und schult Multiplikatoren wie Architekten, Fachhändler und Fachhandwerker.
Gesellschafter der Firma Gerontotech ist der Förderverein für Gerontotechnik e.V. aus Iserlohn.
Die Firma hat zur Zeit 14 hauptamtliche Mitarbeiter.
Die ersten 8 Jahre finanzierte sich Gerontotech durch Fördermittel danach unter anderem durch das erstellen von Studien, Marktforschung und durch Gebühren von Herstellern die in der Dauerausstellung vertreten sind.
Weitere Informationen auf der Internetseite der Gerontotech:
Link zum Katalog der Gerontotech:
http://www.komfort-und-qualitaet.de/2015/
Während und nach seiner Präsentation ging der Referent ( Herr Krummel ) auf unsere Fragen kompetent und ausführlich ein, danach führte er uns durch die Dauerausstellung.
Foto: Gruppenbild in der Dauerausstellung
Die Dauerausstellung gliedert sich in verschiedene Bereiche:
Elektromobilität, Rollstühle und Rollatoren ( Gehhilfen ), Hausnotrufsysteme, Seniorentelefone, Hausautomation und Lichtsysteme, Pflegebetten, Pflegehilfsmittel,
sichere Fenster und Türen ( auch barrierefrei und ferngesteuert ), Küchen, Duschen und Badezimmer, Videoüberwachung.

Foto: Pflegebett mit Zubehör
In der Dauerausstellung konnten wir verschiedene Produkte testen. Wilhelm Döll testete einen Rollator und ich die elektrische höhen Verstellbarkeit einer Küchen-Arbeitsfläche.

Foto: Wilhelm Döll testet einen Rolator

Foto: höhenverstellbare Küchen-Arbeitsfläche
Bei dieser Küche kann die Arbeitsfläche über Schalter elektrisch stufenlos höhenverstellt werden.

Foto: Detlef Romeike im Bad
Foto: MdB Matthias Birkwald und Armin Kligge betrachten Detaillösungen im Badezimmer
Kritisch anzumerken ist das z.B. im Bereich Badezimmer und Duschen einige Problemlösungen relativ kostspielig sind es wurden aber auch kostengünstige Lösungen gezeigt deren Kosten im Bedarfsfall von der Pflegekasse übernommen werden ( bei medizinischer Notwendigkeit ).
Insgesamt gesehen war unser Besuch der Firma sehr interessant und informativ.
Sollten Sie Fragen zu diesem Artikel oder der LAG Senioren NRW
haben können Sie uns unter folgenden E-Mail-Adressen erreichen:
Wilhelm Döll: wildoell@t-online.de
Detlef Romeike: detlef.romeike@arcor.de
Herne, den 4.9.2015
Autor: Detlef Romeike
Mitglied DER LINKEN KV Herne/Wanne
Vorstandsmitglied und Webmaster der LAG Senioren NRW
Alter und Arbeitslosigkeit
Doppeltes Stigmata
18.6.2015
Am 24.4.2015 erschien in der Frankfurter Rundschau ein Artikel, von Daniel Baumann, mit dem Titel:
Alter und Arbeitslosigkeit.
Hier der Link dazu: http://www.fr-online.de/frax/alter-und-arbeitslosigkeit-doppeltes-stigma ,30514708,30520180.html


